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07.07.2011

Innenentwicklungslotsen beraten Eigentümer, Bau- und Kaufwillige

Schweinfurter Land. Auf Basis des Regionalen Entwicklungskonzepts entwickeln die beiden Regionalmanager Holger Becker und Ulfert Frey seit Jahren Strategien und Projekte für eine nachhaltige Entwicklung des Schweinfurter Landes.

Ein wichtiger Baustein ist dabei die zukünftige Entwicklung der Ortskerne, weil gerade die sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert haben: Im Erscheinungsbild ebenso wie in der Nutzung. Es gibt weniger landwirtschaftliche Betriebe, viele ehemalige Einzelhandelsgeschäfte stehen zudem leer.

Im Rahmen des Leader-Projektes „Innenentwicklung und Ortskernrevitalisierung im Schweinfurter Land" wurden erst kürzlich vom Regionalmanagement gemeinsam mit dem Büro Wegner Stadtplanung, Veitshöchheim, eine ausführliche Broschüre und ein Info-Flyer zum Thema Innenentwicklung im Schweinfurter Land fertig gestellt.

Neben den gedruckten Informationen sollen künftig in den Gemeinden Eigentümer, Bau- und Kaufwillige von Immobilien in den Ortskernen ausführlicher und individuell beraten werden. Diese Aufgabe übernehmen dann so genannte Innenentwicklungslotsen, die von Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften oder den Kommunalen Allianzen beauftragt werden. Ihre Aufgabe ist, sowohl Eigentümer von Grundstücken und Gebäuden als auch Interessenten und Bauwillige zu beraten – und anschließend bei der Umsetzung ihrer Projekte aktiv zu begleiten. Dazu gehört, einen Überblick über die Beratungs- und Genehmigungsabläufe zu geben und Kontakt zu wichtigen Anlaufstellen und Ansprechpartnern herzustellen: z.B. zu den Fachstellen des Landratsamtes, Sanierungs- oder Dorferneuerungsarchitekten.

„Der Lotse ist künftig zentraler Ansprechpartner für Eigentümer und Interessenten während einer Innenentwicklungsmaßnahme, egal ob An- bzw. Verkauf, Sanierung oder Neubau", sagt Regionalmanager Ulfert Frey. Ein weitere wichtige Aufgabe des Lotsen innerhalb seiner Gemeinde ist das frühzeitige Erkennen von Leerständen und die „aktive Ansprache von Eigentümern, um langfristige Leerstände zu vermeiden", so Frey weiter.

Damit dies auch gelingt, müssen die Lotsen entsprechend geschult werden: Die Qualifizierung ist in vier Module gegliedert. Zuerst werden die Lotsen mit dem Thema Innenentwicklung im ländlichen Raum vertraut gemacht, anschließend das Beratungskonzept und Beratungsmöglichkeiten vermittelt. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, die wichtigsten Förderinstrumente und der Ablauf von Genehmigungsverfahren werden eingehend besprochen.

Die erste Qualifizierungsmaßnahme im kommenden Herbst findet noch im Rahmen des Leader-Projektes „Innenentwicklung und Ortskernrevitalisierung" statt; auf die Gemeinden, die jetzt Lotsen anmelden können, kommen also erst einmal keine Kosten zu.

 



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