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04.01.2016

LEADER-Förderung für Friedrich.Rückert.Poetikum Oberlauringen

Landkreis Schweinfurt. In der jüngsten Sitzung des Lenkungsausschusses der Lokalen Aktionsgruppe Schweinfurter Land e.V. (LAG) wurde die Umsetzung des Friedrich.Rückert.Poetikums in Oberlauringen einstimmig beschlossen.

Das Gremium unter dem Vorsitz von Landrat Florian Töpper gab damit den Weg frei für die Bereitstellung von 191.687 Euro aus dem LEADER-Budget der LAG Schweinfurter Land e. V. Stadtlauringens Bürgermeister Friedel Heckenlauer informierte über die geplante Dauerausstellung zu Friedrich Rückert, die Bezug auf den Dichter und Orientalisten und dessen fast zehnjährigen Aufenthalt in Oberlauringen ab 1793 nimmt.

Rückert verbrachte prägende Jahre seiner Kindheit in Oberlauringen, die Eindrücke seiner Oberlauringer Kindheit verarbeitete Rückert poetisch in den 1829 verfassten und 1837 publizierten „Erinnerungen aus den Kinderjahren eines Dorfamtmannsohns“.

Die Ausstellung wird im sanierten alten Rathaus in Oberlauringen eingerichtet, das mit etwa 160 Quadratmeter Fläche auf zwei Geschossebenen ausreichend Raum zur Unterbringung der erforderlichen Funktionsbereiche und insbesondere für das Raumkonzept der Ausstellung sowie einen Veranstaltungsraum bietet. Die Dauerausstellung wird heuer realisiert, so dass die Einrichtung noch in das Jubiläum zum 150. Todestag Friedrich Rückerts eingebunden und zu einem Programmpunkt entwickelt werden kann.

Die Gesamtkosten liegen bei knapp 320.000 Euro, von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen werden 30.000 Euro erwartet, bei der Unterfränkischen Kulturstiftung sind knapp 23.000 Euro beantragt. Der Markt Stadtlauringen trägt einen Eigenanteil von gut 71.000 Euro und ist für den langfristigen Betrieb zuständig, den der örtliche Friedrich-Rückert-Arbeitskreis durch die Begleitung und Durchführung von Veranstaltungen, Gästeführungen und Aktionen unterstützen wird. Die Sanierung des alten Rathauses erfolgt mit Mitteln der Dorferneuerung über das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken.

Als weiteres Projekt wurde das „Netzwerk Steigerwald – Weiterentwicklung 2015-2020“ vorberaten, das als Kooperationsprojekt der sechs Steigerwald-Landkreise unter der Federführung und Trägerschaft des Landkreises Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim die gemeinsam getragene Entwicklung in der Region Steigerwald unter anderem in den Bereichen Freizeitinfrastruktur, Optimierung der Wanderwege und des Informations- und Leitsystems sowie bei den Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit und Imagebildung der Region fortführen soll.

Die Fortführung des Netzwerks Steigerwald sei eine Chance, die Regionalentwicklung in der Region Steigerwald zu unterstützen, so Landrat Florian Töpper. „Ziel ist es, die Arbeit des Netzwerkes zu konkretisieren und anhand fassbarer Projekte sicht- und erlebbar zu machen. Daher unterstütze ich die Fortführung des Netzwerks Steigerwald“, sagte Landrat Töpper.

LEADER-Koordinator Wolfgang Fuchs stellte heraus, dass mit dem Netzwerk Steigerwald eine naturräumliche Region gemeinsam über sechs Landkreise und Lokale Aktionsgruppen im Rahmen der Regionalentwicklung positioniert und eine nachhaltige Entwicklung eingeleitet werde. Das Gremium stimmte daher grundsätzlich der Beteiligung der LAG Schweinfurter Land e. V. am Netzwerk zu.

Aufgrund aktueller Entwicklungen informierte Euerbachs Bürgermeister Arthur Arnold zum Projekt „Qualitäts- und Funktionsverbesserung des Passionsspielgeländes Sömmersdorf“. Erklärtes Ziel sei die Schaffung einer überregional bedeutsamen Kulturstätte im nordbayerischen Raum. Hierzu bedarf es nach den Beratungen einer weiteren, vertiefenden Konzeption und Planung, bevor erste Baumaßnahmen realisiert werden. Landrat Töpper dankte Bürgermeister Arnold für das Engagement und stellte seinerseits heraus, dass es bei der Dimension des Vorhabens wichtig sei, den Charakter des Passionsspiels und des Passionsspielortes zu wahren sowie die langfristige Akzeptanz und die Nachhaltigkeit der Vorhaben sicherzustellen.

Im Rahmen der Sitzung wurden abschließend durch das LAG-Management unter anderem der aktuelle Projektstand und die Zielsetzungen für dieses Jahr anhand eines Aktionsplanes dargestellt. Landrat Töpper dankte dem Gremium für die positive Begleitung und Unterstützung des regionalen Entwicklungsprozesses und hob heraus, dass es gelungen sei, mit dem Friedrich.Rückert.Poetikum einen ersten Förderantrag auf den Weg zu bringen.



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