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27.07.2010


Mehr Qualität bei der Infrastruktur für Wanderer

Landkreis Schweinfurt.
Im Schweinfurter Land soll die Infrastruktur für einen Wandertourismus verbessert werden: Hans-Georg Sievers vom Planungsbüro für Wandertourismus (Emmendingen) stellte im Landratsamt Schweinfurt das „Wandertouristische Vorkonzept“ vor, das mit 7.200 Euro aus dem Leader-Programm gefördert wurde.
 
Sievers informierte dabei über zahlreiche Ideen und Möglichkeiten, aber auch von vorhandenen Defiziten, die es abzustellen gelte, wenn man künftig am „Wanderboom“ teilhaben will. Gleichzeitig betonte er: Das Schweinfurter Land ist gerade wegen seiner sanftwelligen Landschaften prädestiniert für Erholung suchende Wanderer, die sich vom Alltagsstress ausruhen möchten.
 
Zu der Veranstaltung im Landratsamt kamen neben Landrat Leitherer (Vorsitzender der Leader-Aktionsgruppe Schweinfurter Land e. V.), Leadermanager Wolfgang Fuchs und Tourismusreferentin Tanja Dannhäuser auch Vertreter der Gemeinden der Leaderregion Schweinfurter Land sowie wichtige Partner der Regionalentwicklung, darunter Peter Kraus (Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken), Klaudia Schwarz (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt) und die Allianzmanagerinnen der vier Regionalinitiativen.
 
Das Ziel ist die qualitative Verbesserung der wandertouristischen Infrastruktur. Um dieses zu erreichen, müssen Verbindungen zwischen bereits für das Wandern erschlossenen Gebieten geschaffen werden. Dies gelte für die vier Teilregionen untereinander, aber auch für die an das Leadergebiet angrenzenden Regionen. Stellenweise ist bislang keine wandertouristische Infrastruktur vorhanden, sagte Hans-Georg Sievers. Deshalb muss vor allem die Beschilderung überdacht und überarbeitet werden.
 
Der Wanderexperte präsentierte auch einige Umsetzungsvorschläge. So seien als Themenrouten beispielsweise ein „Auenwaldwanderweg“, ein „Meditationsweg“, ein „Fährenwanderweg“ oder der „Weinsteiger“ vorstellbar.
 
Bei einer Entscheidung für den Ausbau der Wander-Infratstruktur, für die bei einer Verwirklichung der vorgeschlagenen Maßnahmen mindestens 200.000 Euro ausgegeben werden müssten, dürfe man keine „halben Sachen“ machen, so Sievers. Von den zahlungskräftigen und meist gut gebildeten Wandertouristen könne nur profitiert werden, wenn auf hohe Qualität gesetzt werde. Das setzen Wanderer voraus. Die ersten zähl- und messbaren Ergebnisse erwartet der Planer allerdings erst in einigen Jahren.
 
„Wir dürfen den Wanderboom nicht an uns vorbeiziehen lassen“, sagte Landrat Harald Leitherer. Der Landrat wies aber auch darauf hin, dass geeignete Finanzierungsmodelle gefunden werden müssen. Bereits im September werden sich die Arbeitsgruppen zum Leaderprojekt „Wanderregion Schweinfurter Land“ treffen.

Weitere Informationen zur Regionalentwicklung und zu den Leader-Projekten im Landkreis Schweinfurt gibt's beim Regionalmanagement Schweinfurter Land, Holger Becker und Ulfert Frey, Tel. (09721) 55-380 und 55-381, holger.becker@lrasw.de und ulfert.frey@lrasw.de; www.lrasw.de/regionalentwicklung-swland.html


---- FOTO: Andreas Hub ----


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